Konferenzen
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IRI§25
Die IRI§ (kurz für „Internationales Rechtsinformatik Symposion“) ist die größe Rechtsinformatik-Konferenz in Europa. Sie wird ausgerichtet von der Arbeitsgruppe Rechtsinformatik, Abteilung für Völkerrecht und Internationale Beziehungen (Prof. Mag. Dr. Dr. Erich Schweighofer), der Universität Wien.
Die diesjährige Konferenz (IRI§25) findet nach langer Zeit wieder in der Kulturstadt Wien vom 19. bis zum 22. Februar 2025 statt. Als Forschungsgruppe DIREGA werden wir einen Beitrag in Form eines wissenschaftlichen Aufsatzes mit dem Titel „Maschinelles Schliessen mit s(CASP) – Anmeldung eines neuen Geschäftsführers einer GmbH zum Handelsregister“ (engl.: „Computational reasoning with s(CASP) – Registration of a new management director of a company with limited liability“) und einer zugehörigen Präsentation leisten.
Im Folgenden das Abstract auf Deutsch und in englischer Übersetzung:
“Das Forschungsprojekt DIREGA hat die Erforschung der Möglichkeiten und Grenzen der maschinellen Automatisierbarkeit der rechtlichen Prüfung von Handelsregisteranmeldungen zum Forschungsgegenstand. Am Beispiel der Geschäftsführeranmeldung soll veranschaulicht werden, wie der juristische Prüfvorgang auf dem Gebiet der symbolischen KI formalisiert und mithilfe der Answer-Set-Programming-Sprache s(CASP) maschinell vollzogen werden kann, wobei s(CASP) – anders als klassische Implementierungen – in der Lage ist, dem User vereinfachte logische Begründungen nicht nur für den Erfolg, sondern auch den Fehlschlag der maschinellen Prüfung auszugeben.“
„The research project DIREGA is investigating possibilities and limitations of the computational automation of the legal review process for commercial register entries. Using the example of an application for a change of managing director, we demonstrate how the legal review process can be formalized using methods of symbolic AI and carried out automatically through computational reasoning in the answer set programming language s(CASP), exploiting that s(CASP) is capable of providing simplified logical justifications not only in case of success but also in case of failure of computational verification.“
JURIX 2024
Die JURIX ist eine renommierte Konferenz für Systeme der Wissensrepräsentation in der Rechtsdomäne. Sie wird ausgerichtet von niederländischen Forschungsgruppen aus der Disziplin Recht und Informatik (Law and Computer Science).
Die nächste Konferenz (JURIX 2024) wird in der Stadt Brno der Tschechischen Republik vom 11. bis zum 13. Dezember 2024 abgehalten. Als Forschungsgruppe DIREGA werden wir auf der JURIX 2024 selbstverständlich vertreten sein und einen Beitrag in Form der Präsentation eines wissenschaftlichen Posters leisten.
Im Folgenden das Abstract auf Englisch und in deutscher Übersetzung:
„The interdisciplinary project DIREGA aims to analyse the joint application of linguistic, symbolic and sub-symbolic AI techniques to German register law. This analysis is based on a dataset consisting of all past applications, related documents, and decisions of German register courts in the Free State of Bavaria. Corpus queries and sub-symbolic AI methods will be used for information extraction which then instantiate facts for the symbolic reasoning pipeline based on a manual formalization of the relevant laws. The goal is to build a prototypical implementation checking register applications and providing a detailed explanation for acceptance (or rejection) to aid legal professionals such as notaries in drafting and reviewing such documents.“
„Das interdisziplinäre Forschungsprojekt DIREGA hat die Analyse der kombinierten Anwendung von linguistischen, symbolischen und subsymbolischen KI-Verfahren auf das deutsche Registerrecht zum Forschungsgegenstand. Die Analyse beruht auf einem Datensatz, das aus sämtlichen vergangenen Anmeldungen, zugehörigen Dokumenten und Entscheidungen der deutschen Registerrechte im Freistaat Bayern beruht. Anfragen auf dem Korpus und Methoden der subsymbolischen KI werden für die Informationsextraktion genutzt, die – beruhend auf der manuellen Formalisierung relevanter Gesetzestexte – die Fakten für die Pipeline der symbolischen Wissensverarbeitung setzen. Das Forschungsziel ist die Erschaffung eines Prototypen, die Registeranmeldungen prüft und im Falle ihrer Akzeptanz (oder Ablehnung) detaillierte Erklärungen ausgibt, um so Angehörige von Rechtsberufen, wie z.B. Notaren, bei Entwurf und Prüfung von Registeranmeldungen zu unterstützen.“